Initiative zum Schutz des Kulturlandes

Am 11. Juni 2014 haben der Berner Bauern Verband, die Grünen Kanton Bern und die BDP Kanton Bern ihre gemeinsame Kulturland-Initiative eingereicht. Die kantonale Initiative fordert die Erhaltung von genügend landwirtschaftlich nutzbarem Kulturland und wirksame Massnahmen gegen die Zersiedelung, ohne dabei die Entwicklung des Kantons zu blockieren. Die über 19'500 gültigen Unterschriften für die Initiative zeigen auf, dass ein besserer Schutz des Kulturlandes auf sehr viel Zustimmung bei der Bevölkerung stösst.

Einreichung der Unterschriften am 11. Juni 2014
Einreichung der Unterschriften am 11. Juni 2014

Wozu braucht es eine Kulturland-Initiative im Kanton Bern?
Der Boden ist ein knappes Gut, welches vielen Nutzungsinteressen ausgesetzt ist. Auf Grund des stark gestiegenen individuellen Platzbedarfs sowie des generellen Bevölkerungswachstums wurden in den letzten Jahren die Siedlungs- und Verkehrsflächen massiv ausgedehnt. Pro Sekunde wird in der Schweiz rund ein Quadratmeter Land verbaut – das entspricht einer Fläche von mehr als zehn Fussballfeldern pro Tag. Dieser unwiderrufliche Kulturlandverlust geht zu Lasten der regionalen Nahrungsmittelproduktion und der sicheren Versorgung. Ein besserer Schutz des Kulturlandes ist zudem eine wichtige Voraussetzung für die Erhaltung der Vielfalt an Arten, Lebensräumen und Landschaften. Vielfältiges Kulturland ist eine wichtige Grundlage für die touristische Attraktivität des Kantons Bern und die Naherholung der Bevölkerung.

Ziele der Initiative
Die Initiative zum Schutz des Kulturlandes bezweckt, die Ausdehnung der Siedlungsflächen wirksam zu verlangsamen. Damit wird sichergestellt, dass genügend Boden für die Nahrungsmittelproduktion und für die Massnahmen zum Erhalt einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt zur Verfügung steht. Zudem sind Landverluste durch Verwaldung und Verbuschung zu unterbinden. Jede Fläche soll in Zukunft optimal genutzt werden: «Das Richtige am richtigen Ort tun», heisst das Motto. In anderen Worten:  Die Entwicklung des Kantons Bern soll nicht verhindert, jedoch wirkungsvoll gelenkt werden.

Argumente, die für die Kulturland-Initiative sprechen

  • Es braucht genügend produktive Fläche für eine qualitativ gute Nahrungsmittelproduktion. Nur so kann die regionale Herstellung von Lebensmitteln erhalten und gestärkt werden, damit sie einen wichtigen Beitrag an die Versorgungsicherheit leisten kann.
  • Mit dem Schutz des Kulturlandes wird die Zersiedelung  wirksam gebremst, die auch ökonomisch hohe Kosten  verursacht. Der Kanton Bern soll sich weiterentwickeln  können, aber am richtigen Ort und im Sinne eines  sorgfältigen Umgangs mit dem Boden. Die bestehenden  Reserven und Potenziale in den Bauzonen sollen  ausgeschöpft werden (innere Verdichtung).
  • Unsere Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Strukturen  ist eine Grundlage für die Erhaltung der Biodiversität.  Nur der Erhalt der nötigen Flächen und  die Förderung der verschiedenen Strukturen werden  dem Schwund der Artenvielfalt entgegenwirken.
  • Eine vielfältige Kulturlandschaft erhöht die Standortattraktivität.  Dies ist eine zentrale Voraussetzung für  einen erfolgreichen Tourismus sowie einen attraktiven  Lebensraum.

Kontakt

Komitee Kulturland-Initiative
Postfach 1190
3000 Bern 23

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